Lifestyle vs. Unternehmerinvest: Was ist dir dein Wachstum wert?
Werbung | Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der apoBank.
Mit der Selbstständigkeit kommt für viele Zahnärztinnen und Zahnärzte irgendwann der Moment, an dem deutlich mehr Geld zur Verfügung steht als während Studium, Assistenzzeit oder den ersten Berufsjahren. Die größere Wohnung ist plötzlich drin, das bessere Auto auch. Reisen werden teurer, Konsum selbstverständlich. Warum auch nicht? Schließlich hat man lange genug dafür gearbeitet.
Unternehmerisch beginnt genau an diesem Punkt allerdings eine interessante Abwägung: Wie viel des verdienten Geldes fließt heute in den eigenen Lifestyle und wie viel bleibt im Unternehmen oder auf dem Konto, um morgen investieren zu können?
In der Dental Late Night Show im Praxisflüsterer Podcast sprechen Christian Henrici und Dr. Stefan Helka über diese Frage sehr persönlich. Ausgangspunkt ist zunächst die Liquidität einer Zahnarztpraxis. Doch daraus entwickelt sich ein Gespräch über Risiko, Konsum, Wachstum und die Freiheit, unternehmerische Chancen überhaupt wahrnehmen zu können.
Denn ein hohes Einkommen und unternehmerischer Spielraum sind nicht dasselbe.
Wenn mit dem Einkommen auch die Fixkosten wachsen
Stefan blickt dafür zurück auf seine Zeit als angestellter Zahnarzt. Während seiner Fachzahnarztausbildung lebte er in Solingen auf 60 Quadratmetern. Die Wohnung kostete rund 500 Euro. Sein Einkommen lag nach seiner Erinnerung damals bei etwa 5.000 bis 6.000 Euro im Monat. Kurz vor seiner ersten eigenen Praxis waren es rund 7.000 Euro.
Sein Lebensstandard blieb trotzdem überschaubar. Er hatte ein Faible für Autos und leistete sich eine gebrauchte Corvette. Abgesehen davon hielt er seine laufenden Kosten niedrig. Dahinter stand ein klares Ziel: Er wollte fachlich lernen, Kapital aufbauen und später eine Praxis übernehmen.
2014 folgte die erste Niederlassung. Die wirtschaftliche Situation veränderte sich danach deutlich. Stefan berichtet von Praxisgewinnen, die über die folgenden Jahre kontinuierlich stiegen, doch sein privater Lebensstandard entwickelte sich in dieser Zeit deutlich langsamer.
Stefan blieb lange in seiner Mietwohnung wohnen. Er fuhr gute Autos, achtete dabei aber beispielsweise auf attraktive Leasingangebote. Ein oder zwei Urlaube im Jahr gehörten dazu. Während seine Einnahmen stiegen, blieben seine Lebenshaltungskosten im Verhältnis dazu niedrig.
Die Folge: Seine Sparquote wuchs. Zeitweise lag sie nach seiner Aussage bei rund 90 Prozent.
Rückblickend war genau das eine Voraussetzung dafür, dass er Jahre später ein Projekt wie die Denta1 Clinic realisieren konnte. Das angesparte Kapital war nicht nur Rücklage, sondern schuf die Basis dafür, die notwendige Finanzierung zu erhalten und zusätzliche Kosten während der Bauphase auffangen zu können.
„Verzicht von heute ist Gain von morgen. Short-term Pain is Long-term Gain“, beschreibt Stefan sein damaliges Prinzip.
Das ist kein Plädoyer dafür, zehn Jahre in der Studentenwohnung zu leben oder sich trotz wirtschaftlichen Erfolgs nichts zu gönnen. Der entscheidende Punkt liegt an anderer Stelle: Mit jeder dauerhaft erhöhten privaten Ausgabe wird ein Teil des Einkommens gebunden. Und dieses Geld steht für unternehmerische Entscheidungen nicht mehr zur Verfügung.
Liquidität bedeutet Optionen
Genau hier treffen Lifestyle und Unternehmerinvest aufeinander.
Wer 10.000 oder 15.000 Euro im Monat verdient und seinen Lebensstandard darauf ausrichtet, hat eine andere Ausgangslage als jemand, der mit demselben Einkommen über Jahre Kapital aufgebaut hat. Das wird spätestens dann relevant, wenn die eigene Praxis wachsen soll.
Ein zweiter Standort, zusätzliche Behandlungszimmer, neue Technik oder weitere angestellte Zahnärzte verursachen Kosten, bevor sie zusätzliche Gewinne bringen. Wachstum benötigt Kapital und häufig Zeit.
Stefan warnt in der Folge deshalb vor der Erwartung, dass ein größerer Umsatz automatisch sofort mehr verfügbares Geld bedeutet. Besonders bei einer starken Expansion können zunächst zusätzliche Liquiditätsbelastungen entstehen. Neue Mitarbeitende müssen bezahlt, zusätzliche Infrastruktur geschaffen und Prozesse angepasst werden. Gleichzeitig kommt das Geld für bereits erbrachte zahnärztliche Leistungen teilweise deutlich später an.
Bei der Denta1 Clinic wurde diese Dimension besonders sichtbar. Als Stefan 2020 den Vertrag für das Grundstück unterschrieb, lag die Kostenschätzung bei rund zwölf Millionen Euro. Durch erhebliche Kostensteigerungen wurde das Projekt deutlich teurer. Heute spricht er über rund eine Million Euro Tilgung und etwa 400.000 Euro Zinsen pro Jahr über seine Unternehmensstruktur hinweg.
Hinzu kam die zeitliche Verzögerung durch das Wachstum. Mitarbeitende waren eingestellt, die Immobilie musste ausgelastet werden und steigende Leistungen führten nicht unmittelbar zu entsprechend höheren Zahlungen. Fast zwei Jahre dauerte es laut Stefan, bis der Cashflow positiv war.
Ein solches Investment verlangt eine völlig andere finanzielle Ausgangslage als der Kauf eines neuen Autos.
Deshalb formuliert Stefan einen Satz, der den Kern der Folge trifft: „Freie Liquidität, Cashflow, Geld in der Bank, das bedeutet automatisch: Ich habe Optionen.“
Wer Geld verfügbar hat, kann eine Gelegenheit nutzen. Wer einen großen Teil seines Einkommens dauerhaft für seinen privaten Lebensstandard benötigt, muss dieselbe Gelegenheit unter Umständen vorbeiziehen lassen.
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Wie viel Potenzial steckt in eurer Praxis?
Viele Zahnarztpraxen verschenken im Schnitt 120.000 Euro Potenzial. Die Praxispotenzialanalyse der apoBank zeigt, wo in eurer Praxis Chancen liegen, ob bei zusätzlichen Umsätzen, besseren Abläufen im Team oder der effizienten Nutzung der Räume. Gemeinsam mit einem Praxisberater der apoBank lässt sich der Praxiserfolg mit wenigen Stellschrauben nachhaltig steigern.Lifestyle wird damit zur unternehmerischen Entscheidung. Wer 10.000 oder 15.000 Euro im Monat verdient und seinen Lebensstandard darauf ausrichtet, bindet einen Teil seines Einkommens dauerhaft. Die große Wohnung oder das Haus, zwei teure Autos und weitere laufende Verpflichtungen verschwinden nicht, nur weil die Praxis gerade investieren möchte.
Stefan beschreibt in der Folge ein Beispiel: Ein angestellter Zahnarzt verdient vielleicht bereits 12.000 oder 15.000 Euro im Monat und richtet sein Leben darauf aus. Eine große Wohnung, ein Hauskredit oder entsprechende Autos gehören inzwischen zum Alltag. Dann folgt der Schritt in die Selbstständigkeit.
Auf dem Papier verspricht die eigene Praxis langfristig ein höheres Einkommen. In den ersten Jahren muss das jedoch keineswegs der Fall sein. Gleichzeitig entsteht durch die Praxisgründung zusätzlicher Kapitalbedarf. Wer seinen privaten Lebensstandard nicht reduzieren möchte oder kann, schränkt damit automatisch den finanziellen Spielraum des Unternehmens ein.
Dasselbe gilt für etablierte Praxisinhaber, die erneut wachsen wollen.
Stefan rät deshalb gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit dazu, einen Lifestyle-Sprung hinauszuzögern und zunächst einen finanziellen Puffer aufzubauen. Christian geht in seinem eigenen Ansatz sogar noch weiter und hält einen längeren Zeitraum für sinnvoll.
Dabei geht es beiden nicht um Verzicht als Selbstzweck.
Es geht um die Frage, was man mit seinem Geld erreichen möchte.
Denn auch Stefan hat seinen Lebensstandard inzwischen erhöht. Gemeinsam mit seiner Frau hat er sich für eine hochwertige Wohnung entschieden. Für Gesundheit, gutes Essen oder Reisen gibt er bewusst Geld aus. Gleichzeitig beschreibt er, dass er versucht, dauerhafte Verpflichtungen weiterhin gezielt zu begrenzen.
Der Unterschied liegt im Zeitpunkt. Der höhere Lifestyle kam nicht mit dem ersten größeren Einkommen, sondern nachdem über Jahre Kapital aufgebaut und unternehmerisch investiert worden war.
Vom Habenwollen zum Gestalten
Gegen Ende der Folge wird aus der finanziellen Diskussion deshalb eine grundlegendere Frage.
Was macht Erfolg aus?
Christian und Stefan sprechen darüber, wie schnell Menschen sich an einen höheren Lebensstandard gewöhnen. Was gestern noch Luxus war, wird irgendwann normal. Das nächste Auto, die nächste Immobilie oder der nächste Einkommenssprung erzeugen dann nicht automatisch mehr Zufriedenheit.
„Der Weg ist das Ziel und die Person, die du auf dem Weg dahin wirst, ist das Ziel“, sagt Stefan.
Für ihn bedeutet Fortschritt deshalb nicht nur, mehr zu besitzen. Fortschritt kann auch heißen, neue Fähigkeiten zu lernen, Beziehungen aufzubauen, sich gesundheitlich weiterzuentwickeln oder ein Unternehmen zu gestalten.
Das verändert auch den Blick auf Geld.
Dann steht nicht mehr ausschließlich die Frage im Mittelpunkt: Was kann ich mir mit meinem Einkommen leisten?
Die unternehmerisch interessantere Frage lautet: Welche Möglichkeiten möchte ich mir mit meinem Einkommen offenhalten?
Genau darin liegt der Unterschied zwischen Lifestyle und Unternehmerinvest. Beides hat seinen Platz. Beides kostet Geld. Und niemand muss seinen privaten Konsum dauerhaft auf ein Minimum reduzieren, nur um die nächste Praxis zu eröffnen.
Doch wer sein Einkommen vollständig in einen höheren Lebensstandard übersetzt, trifft damit ebenfalls eine Investitionsentscheidung. Das Geld wird nur nicht in das Unternehmen, sondern in den heutigen Alltag investiert.
Christian Henrici und Dr. Stefan Helka plädieren deshalb vor allem für einen bewussten Umgang mit dieser Entscheidung. Erst Kapital aufbauen, Liquidität sichern und Optionen schaffen. Dann entscheiden, welchen Lifestyle man sich leisten möchte und welchen man sich leisten kann, ohne den eigenen unternehmerischen Handlungsspielraum zu verlieren.
Denn Geld auf dem Konto sieht weniger spektakulär aus als das neue Auto vor der Praxis.
Für einen Unternehmer kann es trotzdem wertvoller sein.
Partner dieser Folge: apoBank
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip „Von Heilberuflern für Heilberufler“, d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell.
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